Mediation

Mediation

Wilfried Eggers ist ausgebildeter Mediator gemäß §7a der Berufsordnung für Rechtsanwälte.


 


Mir kommt dabei meine 25-jährige Erfahrung insbesondere auch als Notar und meine 15-jährige Erfahrung beim kollegialen Aufbau und der Führung einer Freien Schule zugute.


Unsere regionale Information finden sie unter www.mediation-stade.de  


Wenn Sie einen Streit haben, aus dem Sie keinen Ausweg finden, Sie den Rechtsweg scheuen und Ihr Gegner keine Mediation will, bietet sich eine Einzelmediation an: Ich helfe Ihnen, Ihr künftiges Verhalten zu bestimmen und Schritt für Schritt aus der Krise zu gehen.


Was ist das?

Was ist Mediation?

Mediation ist ein freiwilliges Verfahren zur Beilegung eines Streites. Die Streitparteien suchen mit Hilfe eines unparteiischen Dritten (Mediator) nach einer Lösung, die ihren jeweiligen Interessen und Bedürfnissen entspricht.


Der Mediator hat dabei - anders als der Richter oder Schiedsmann - keine Entscheidungsgewalt. Die Streitparteien kommen mit Hilfe des Mediators selbst zu einer Einigung. Der Mediator führt das Gespräch zwischen den Parteien.


Bei Konflikten zwischen mehr als zwei Parteien kann es sich empfehlen, zwei Mediatoren zu beauftragen. Im Zweifel wird der Mediator das von selbst vorschlagen.


Mediator

Wer ist Mediator?

Der Mediator hat eine besondere Ausbildung durchlaufen, die ihn befähigt, das Gespräch zwischen den Konfliktparteien zum Ziel der Einigung zu führen. Der Mediator ...


  • ist neutral, allparteilich und objektiv,
  • ist sachkundig und kompetent in der Mediation,
  • bildet sich kontinuierlich fort auf der Grundlage einschlägiger Standards,
  • nimmt sein Amt erst dann an, wenn er seine Kompetenz für den Streitfall geprüft hat und stellt den Parteien auf Wunsch Informationen zu seinem Hintergrund und zu seiner Erfahrung zur Verfügung,
  • vergewissert sich, daß die Konfliktparteien das Verfahren der Mediation verstanden haben und sich ausdrücklich damit einverstanden erklären,
  • arbeitet vertraulich,
  • hat keine der Parteien in der Streitigkeit rechtlich vertreten und wird das nach der Mediation auch nicht tun.

Wann sinnvoll

Wann ist Mediation sinnvoll?

Grundsätzlich bei allen Streitigkeiten, besonders aber, wenn


  • die Parteien auch künftig miteinander in vertraglichen und/oder familiären Beziehungen stehen (wollen),
  • der Grund des Streits im zwischenmenschlichen Bereich liegt,
  • die Parteien "in einem Boot" sitzen (Scheidung mit Kindern, Unternehmensnachfolge, innerbetriebliche Streitigkeiten, geschäftliche Kontakte).

Vorteile

Welche Vorteile hat die Mediation?

Sehr viele! Eine Konfliktlösung durch Mediation ist ...


  • effizient: eine Lösung, die man selbst findet, ist besser und hält deshalb besser. Ein Gerichtsurteil stiftet ja selten wirklichen Frieden und bringt auch dem Sieger oft keine Freude, da er mit dem Kontrahenten weiter Kontakt hat oder arbeiten muss. Gerichtsverfahren betreffen den Konflikt oft nur mittelbar, der Prozeß ist ein Stellvertreterstreit.
  • konsensual: es gibt keine Gewinner und Verlierer. Jeder wahrt sein Gesicht.
  • zukunftsorientiert: die Fronten werden nicht verhärtet, man kann auch in Zukunft miteinander leben und arbeiten.
  • schnell: Sie sparen einen mehrinstanzlichen Rechtsweg, schon am gleichen Tag können Sie eine Lösung finden.
  • kostengünstig: Oft sind die Kosten wesentlich geringer als die eines Gerichtsverfahrens.
  • diskret: Sie bestimmen selbst, wer von Ihrem Konflikt erfährt, alles bleibt vertraulich.
  • nervenschonend: Sie sparen sich die Nerven, die ein Prozeß mit ungewissem Ausgang kostet. Sie können Ihrer Gegenpartei in aller Ruhe und Höflichkeit, aber auch klipp und klar sagen, welche Probleme sie mit ihr haben.
  • selbstbestimmt: Sie einigen sich nur über das, worüber Sie sich einigen wollen. Sie müssen sich keinem Urteil eines Richters unterwerfen. Sie können auch Lösungen finden, die neben der rechtlichen Schmalspur liegen.

Ablauf

Wie läuft ein Mediationsverfahren ab?

Rufen Sie mich an oder suchen Sie mich auf. Schildern Sie kurz den Sachverhalt. Wenn Sie sich für eine Mediation entscheiden, informieren Sie Ihre Gegenpartei, daß Sie eine Mediation durchführen möchten. Ggf. schicke ich oder schicken Sie Ihrer Gegenpartei dieses Info-Blatt.


Stimmt auch die andere Partei der Mediation zu, beginnt das eigentliche Verfahren. Dieses gliedert sich in 4 Abschnitte:


  1. Einführung durch den Mediator und Vereinbarung der Verfahrensregelen / Abschluß eines Mediationsvertrages (siehe Muster in Anlage).
  2. Im zweiten Schritt benennt jede Partei ihre Streitpunkte und sagt, welche Interessen und Bedürfnisse sie bei der Lösung der Streitpunkte hat. Das schafft die Voraussetzung für gegenseitiges Verständnis und sorgt dafür, daß sachfremde Beweggründe (wie zB Schadenfreude oder Rache) aussortiert werden können.
  3. Die Parteien suchen gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten, sortieren diese und überlegen, welche Vor- und Nachteile und welche Übereinstimmungen damit verbunden sind.
  4. Zuletzt wählen die Parteien die beste Lösung aus und vereinbaren diese schriftlich und verbindlich, ggf. auch in vollstreckbarer Form, ggf. auch nach Konsultation der jeweiligen Beratungsanwälte.

Kosten

Was kostet Mediation?

Der Mediator berechnet ein Stundenhonorar, das - je nach den Verhältnissen - zwischen 110,- € und 190,- € zzgl. Mehrwertsteuer pro Stunde beträgt. Bis zu einer Einigung tragen beide Parteien die Kosten je zur Hälfte. Wenn sich die Parteien einigen, können sie sich auch darüber verständigen, daß die Kosten der Mediation anders verteilt werden.


 


Zum Vergleich: Bei einem Rechtsstreit, in dem jede Partei durch einen Rechtsanwalt vertreten ist, beträgt das Kostenrisiko bei einem Streitwert von 10.000,- € mindestens 3.500,- € pro Instanz. Es entspricht deshalb auch der wirtschaftlichen Vernunft, eine Einigung durch Mediation zu versuchen.


 


Je früher der Versuch der Mediation unternommen wird, desto kostengünstiger wird diese sein.